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Der Frieden von Brest-Litowsk
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Deutsch-russische Beziehungen 1917-1941, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Durch den verheerenden Ersten Weltkrieg erfuhr Russland, das vertraglich Serbien gegen den Aggressor Österreich-Ungarn zu unterstützen hatte, Not und Elend und immense Verluste an Menschen. Alle wichtigen Ressourcen - Wirtschaft, Industrie, Militär - waren einem längeren Krieg gegen Deutschland bzw. die Mittelmächte nicht gewachsen. Zar Nikola us II. hielt es nicht anders als die restlichen europäischen Machthaber. Er verfolgte starr den Kriegskurs. Eine kontinuierliche parlamentarische Exekutive gab es nicht; personalpolitische Entscheidungen des Zaren, die mitunter auf den Einfluss des Hochstaplers Rasputin auf die Zarenfamilie zurückzuführen sind, führten dazu: '[...], dass Russland in den drei Jahren ab Juli1914 [...] vier Ministerpräsidenten, sechs Innen-, vier Landwirtschafts-, vier Kriegs- (!) und drei Aussenminister hatte, die obendrein alles andere als besonders befähigt waren.'1 Auch sich häufende militärische Niederlagen und bald praktisch nicht mehr vorhandene Siegchancen überzeugten keineswegs das Zarenregime, die Lage zu überdenken. Nach der russischen bürgerlichen Revolution im Februar 1917, der Abdankung des Zaren und der sozialistischen Oktoberrevolution im gleichen Jahr schien der Frieden für Russland zum Greifen nahe. Jedoch sollte der Friedensschluss nicht ganz so einfach vonstatten gehen wie Jahre zuvor die Kriegserklärungen. Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk, zwischen Russland und den Mittelmächten Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei am 3. März 1918 unterzeichnet, brachte aus russischer Sicht alles andere als den erhofften 'Frieden ohne Annexionen und Kontributionen', der als eines der ersten Dekrete nach der Oktoberrevolution von der neuen Regierung beschlossen und den Krieg führenden Mächten angeboten wurde.2 Der Friedensschluss ging vielmehr als 'Raubfrieden' in die Geschichte Russlands ein. Diese Hausarbeit wird versuchen, die innenpolitischen Ereignisse des Revolutionsjahres 1917 und den Kriegsverlauf an der russischen Front im Ersten Weltkrieg in Zusammenhang mit den Verhandlungen von Brest-Litowsk zu bringen. Mit welchen Voraussetzunge n ging die Delegation um Trotzki in die Friedensverhandlungen? Weshalb stimmte Russland letztendlich dem nachteiligen Abkommen zu? [...] 1 Torke, Hans-Joachim, Einführung in die Geschichte Russlands, München 1997, S. 187. 2 Pospelow, Peter N., und 8 andere Autoren, W. I. Lenin, Biographie, 5., durchgesehene Auflage, Berlin 1971, S. 504.

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Stand: 17.02.2020
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Geschichte), Veranstaltung: Deutsch-russische Beziehungen 1917-1941, 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Durch den verheerenden Ersten Weltkrieg erfuhr Russland, das vertraglich Serbien gegen den Aggressor Österreich-Ungarn zu unterstützen hatte, Not und Elend und immense Verluste an Menschen. Alle wichtigen Ressourcen - Wirtschaft, Industrie, Militär - waren einem längeren Krieg gegen Deutschland bzw. die Mittelmächte nicht gewachsen. Zar Nikola us II. hielt es nicht anders als die restlichen europäischen Machthaber. Er verfolgte starr den Kriegskurs. Eine kontinuierliche parlamentarische Exekutive gab es nicht; personalpolitische Entscheidungen des Zaren, die mitunter auf den Einfluss des Hochstaplers Rasputin auf die Zarenfamilie zurückzuführen sind, führten dazu: '[...], dass Russland in den drei Jahren ab Juli1914 [...] vier Ministerpräsidenten, sechs Innen-, vier Landwirtschafts-, vier Kriegs- (!) und drei Außenminister hatte, die obendrein alles andere als besonders befähigt waren.'1 Auch sich häufende militärische Niederlagen und bald praktisch nicht mehr vorhandene Siegchancen überzeugten keineswegs das Zarenregime, die Lage zu überdenken. Nach der russischen bürgerlichen Revolution im Februar 1917, der Abdankung des Zaren und der sozialistischen Oktoberrevolution im gleichen Jahr schien der Frieden für Russland zum Greifen nahe. Jedoch sollte der Friedensschluss nicht ganz so einfach vonstatten gehen wie Jahre zuvor die Kriegserklärungen. Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk, zwischen Russland und den Mittelmächten Deutschland, Österreich-Ungarn, Bulgarien und der Türkei am 3. März 1918 unterzeichnet, brachte aus russischer Sicht alles andere als den erhofften 'Frieden ohne Annexionen und Kontributionen', der als eines der ersten Dekrete nach der Oktoberrevolution von der neuen Regierung beschlossen und den Krieg führenden Mächten angeboten wurde.2 Der Friedensschluss ging vielmehr als 'Raubfrieden' in die Geschichte Russlands ein. Diese Hausarbeit wird versuchen, die innenpolitischen Ereignisse des Revolutionsjahres 1917 und den Kriegsverlauf an der russischen Front im Ersten Weltkrieg in Zusammenhang mit den Verhandlungen von Brest-Litowsk zu bringen. Mit welchen Voraussetzunge n ging die Delegation um Trotzki in die Friedensverhandlungen? Weshalb stimmte Russland letztendlich dem nachteiligen Abkommen zu? [...] 1 Torke, Hans-Joachim, Einführung in die Geschichte Russlands, München 1997, S. 187. 2 Pospelow, Peter N., und 8 andere Autoren, W. I. Lenin, Biographie, 5., durchgesehene Auflage, Berlin 1971, S. 504.

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